{"id":765,"date":"2010-10-29T17:59:29","date_gmt":"2010-10-29T15:59:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/?p=765"},"modified":"2010-11-21T03:01:37","modified_gmt":"2010-11-21T02:01:37","slug":"die-sache-mit-der-zwangsvegetarisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/2010\/10\/29\/die-sache-mit-der-zwangsvegetarisierung\/","title":{"rendered":"Die Sache mit der Zwangsvegetarisierung."},"content":{"rendered":"<p>Selten erreicht ein Tweet so viele Reaktionen wie meiner vom Donnerstag Mittag:<\/p>\n<blockquote><p>Achtung, Zwangsvegetarisierung! Heute GreenDay in der\u00a0#Mensa #Uni #Freiburg, kein einziges Essen mit Fleisch. Zwang statt \u00dcberzeugung.\u00a0#fail<\/p><\/blockquote>\n<p>Es geht um den VeggiDay in den Freiburger Mensen, an dem es ausschlie\u00dflich fleischfreies Essen gibt. Der ist einmal im Semester und daher wegen seiner Anzahl gewi\u00df nicht Stein des Ansto\u00dfes. Die vielen und heftigen Reaktionen auf Tweet und vor allem VeggiDay sind relativ einfach zu erkl\u00e4ren: beide polarisieren.<\/p>\n<p>Das soll der GreenDay auch, wie mir vor einigen Monaten am Rande einer Mensaf\u00fchrung durch K\u00fcche etc. (h\u00f6chst interessant, sollte man mal gemacht haben!) best\u00e4tigt wurde: Eine Umfrage zeigte entweder starke Zustimmung oder ebenso starke Ablehnung &#8211; ein bemerkenswertes Ergebnis.Der gew\u00fcnschte Effekt: Es wird \u00fcber das f\u00fcr und wider fleischfreier oder wenigstens fleisch\u00e4rmerer Ern\u00e4hrung gesprochen.<\/p>\n<p>Bei Twitter und anschlie\u00dfend auch bei Facebook wurden dann auch einige Aspekte aufgeworfen. \u00dcber die katastrophale Klimabilanz besonders von Rindfleisch, \u00fcber die beispielsweise in Niedersachsen weitreichenden Umweltfolgen massenhafter Schweinehaltung und \u00fcber die ethischen Probleme im Zusammenhang mit jeglicher Massentierhaltung d\u00fcrfte (sollte) Einigkeit bestehen. Meine zugespitzte Kritik fu\u00dfte dann darauf, da\u00df eben mit solch einer Zwangsma\u00dfnahme niemand \u00fcberzeugt wird, weniger (und weniger oft) Fleisch zu essen. Die sowieso schon \u00dcberzeugten finden es gut und sind nicht die Zielgruppe. Und wer auf dem Weg zur Schnitzeltheke erst davon erf\u00e4hrt oder gar schon vorher davon wu\u00dfte und erst gar nicht kommt (wenn ich mich richtig erinnere liegt der Umsatzr\u00fcckgang im Vergleich zu einem normalen Donnerstag bei etwa 10%) der kann auch nicht \u00fcberzeugt, ja noch nicht einmal informiert werden. Ich jedenfalls bekam gestern keine Informationen.<\/p>\n<p>Genau darum sollte es aber gehen: die Leute wollen sich frei entscheiden und ben\u00f6tigen daf\u00fcr Informationen \u00fcber das, was sie da essen. Wie w\u00e4re es zum Beispiel mit Hinweisen im Speiseplan, woher und aus welchen Haltungsbedingungen ein Essen kommt? Mit etwas h\u00f6herem, aber einmaligen Aufwand lie\u00dfe sich auch die Klimarelevanz der verschiedenen Speisen im Plan angeben. Guter Plan? Ich f\u00fcrchte nicht. Das Studentenwerk hat n\u00e4mlich in erster Linie einen sozialen Auftrag, in der Mensa also g\u00fcnstiges Essen bereitzustellen. Konventionell-klimasch\u00e4dliches Massentier ist einfach zu billig im Vergleich zu dem nachhaltig aufgewachsenen Bio-Schnitzel aus der Region, das ich mir gleich zubereiten werde. Damit liegt der Ball im Feld der Politik. \u00d6kosteuer f\u00fcr nicht nachhaltig produzierte Lebensmittel? K\u00f6nnte man mal dr\u00fcber nachdenken.<\/p>\n<p>Soweit meine unsortierten Gedanken dank VeggiDay. 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