{"id":120,"date":"2007-07-12T00:07:44","date_gmt":"2007-07-11T22:07:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/2007\/07\/12\/wir-sind\/"},"modified":"2007-07-12T20:23:16","modified_gmt":"2007-07-12T18:23:16","slug":"wir-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/2007\/07\/12\/wir-sind\/","title":{"rendered":"Wir sind."},"content":{"rendered":"<p>Zugegeben, es ist mittlerweile m\u00fc\u00dfig, die Absurdit\u00e4ten rund um das unrunde Uni-Jubil\u00e4um zu kommentieren. Sie sprechen f\u00fcr sich. Heute aber bekam ich etliche Meinungen dazu mit und noch mehr wurden an mich herangetragen. Also erz\u00e4hle ich einfach mal meine Sicht der Dinge.<\/p>\n<p>Bei der WM 2007 geht es um keine Weltmeisterschaft in keiner Ballsportart, sondern um die Wissenschaftsmeile 2007. Diese 190 Meter lange Meile ist eine Reihe von Zelten auf dem eigens gesperrten Rotteckring, in denen sich die Uni und die Jubil\u00e4umssponsoren der Freiburger \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentieren sollen. Ein Kommentar zu einem <a href=\"http:\/\/fudder.de\/index.php?id=163&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5129\" target=\"_blank\">Artikel<\/a> bei fudder.de bringt es auf den Punkt: Bis auf die Sponsoren ist das auch nichts anderes als ein herk\u00f6mmlicher Tag der Offenen T\u00fcr an irgendeiner Universit\u00e4t. Mit dem Unterschied, da\u00df es sich hier um das angeblich so bedeutende 550j\u00e4hrige Jubil\u00e4um handelt! Ich hatte vorhin die Gelegenheit, mit dem nach eigener Aussage einzigen (!) Studierenden zu sprechen, der der Er\u00f6ffnung der Wissenschaftsmeile heute beigewohnt hatte: Erwartungsgem\u00e4\u00df soll es sich lediglich um die \u00fcbliche Sponsorenlobhudelei gehandelt haben. Daf\u00fcr also wurde der Rotteckring f\u00fcr die ganze Woche gesperrt. Eine nicht repr\u00e4sentative Umfrage unter 5 am Montag in der Belfortstra\u00dfe im Stau stehenden AutofahrerInnen ergab, da\u00df dies eher als St\u00f6rung denn als feierlicher Anla\u00df empfunden wird.<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tr>\n<td width=\"45%\"><a class=\"imagelink\" href=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/jubilaeumsschnitzel.jpg\" title=\"jubilaeumsschnitzel.jpg\" rel=\"lightbox[120]\"><img decoding=\"async\" id=\"image121\" width=\"100%\" src=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/jubilaeumsschnitzel.thumbnail.jpg\" alt=\"jubilaeumsschnitzel.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td width=\"10%\"><\/td>\n<td width=\"45%\"><a class=\"imagelink\" href=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/nuernberger_currywurst.jpg\" title=\"nuernberger_currywurst.jpg\" rel=\"lightbox[120]\"><img decoding=\"async\" id=\"image122\" width=\"100%\" src=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/nuernberger_currywurst.thumbnail.jpg\" alt=\"nuernberger_currywurst.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Grund genug also, sich dahin zur\u00fcckzuziehen, wo man glaubt, alle \u00dcberraschungen schon erlebt zu haben: in die Mensa. Am Dienstag bot man dort Jubil\u00e4umsessen (!) feil, ich entschied mich f\u00fcr das im Speiseplan als <i>Schweineschnitzel &#8222;Wiener Art&#8220; mit Bratkartoffeln und Pfl\u00fccksalat<\/i> (linkes Bild) angepriesene Gericht. Darauf, da\u00df &#8222;Pfl\u00fccksalat&#8220; eine mir neue Bezeichnung des allt\u00e4glichen Mensa-Salats ist, der in dieser Woche allein unter 11 verschiedenen Namen angeboten wird, soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Wichtiger ist, da\u00df sich das Men\u00fc nur durch das St\u00fcck Zitrone vom sonst \u00fcblichen Wiener Schnitzel unterschied. Jubil\u00e4umsessen eben. Die Bratkartoffeln waren wie so oft mehr Kartoffel als gebraten, das Schnitzel jedoch so zart, wie man es an der allt\u00e4glichen Schnitzeltheke nie erlebt, sich aber immer w\u00fcnscht. Woraus es wohl war? Die Fu\u00dfnote 1 (mit Schweinefleisch) taucht in der Men\u00fcbeschreibung jedenfalls nicht auf.<br \/>Das rechte Bild zeigt meine heutige Wahl, das Tagesgericht unter der Bezeichnung <i>Currywurst mit Pommes frites und Kraussalat<\/i>. Was hier als Currywurst verkauft wird, entpuppte sich (zugegebener Ma\u00dfen im letzten Drittel der \u00d6ffnungszeit) als eine Hand voll in Currysauce ertr\u00e4nkte N\u00fcrnberger, begleitet von immerhin nicht versalzenen Pommes. Die Jubil\u00e4umswoche entt\u00e4uscht also auch in der Mensa. Zum Gl\u00fcck war in der Rempartstra\u00dfe bereits eine (Jubil\u00e4ums-)Bratwurstbude in Betrieb, und so kam ich dann doch noch zu meiner Currywurst, auf die ich mich den ganzen Vormittag gefreut hatte.<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tr>\n<td width=\"45%\"><a class=\"imagelink\" href=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/volleyball_aufbau.jpg\" title=\"volleyball_aufbau.jpg\" rel=\"lightbox[120]\"><img decoding=\"async\" id=\"image125\" width=\"100%\" src=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/volleyball_aufbau.thumbnail.jpg\" alt=\"volleyball_aufbau.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td width=\"10%\"><\/td>\n<td width=\"45%\"><a class=\"imagelink\" href=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/volleyball_spiel1.jpg\" title=\"volleyball_spiel1.jpg\" rel=\"lightbox[120]\"><img decoding=\"async\" id=\"image124\" width=\"100%\" src=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/volleyball_spiel1.thumbnail.jpg\" alt=\"volleyball_spiel1.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Eine Wurstbude in der Rempartstra\u00dfe? Ja, denn auch diese ist anl\u00e4\u00dflich des Jubil\u00e4ums gesperrt. W\u00e4hrend die Jahre alte Forderung nach einer dauerhaften Sperrung weiterhin geflissentlich ignoriert wird kann man dort derzeit erleben, wie sch\u00f6n es um KG4 und Mensa ohne den Autoverkehr ist. Hierbei meine ich leider nicht die Ger\u00e4uschkulisse, denn gestern wurde eine komplette Beachvolleyballanlage auf dem Werthmannplatz lautstark aufgebaut (linkes Bild) und heute noch lautst\u00e4rker in Betrieb genommen (rechtes Bild). Was das mit dem Jubil\u00e4um zu tun haben soll konnte mir keineR der Umstehenden sagen. Immerhin werden dort die Deutschen Hochschulmeisterschaften ausgetragen. Warum dies aber ausgerechnet in der Pr\u00fcfungsphase des ausklingenden Semesters und dann auchnoch in H\u00f6rreichweite dreier mit lernwilligen Studierenden gef\u00fcllten Bibliotheken geschehen mu\u00df ist weder zu erkl\u00e4ren noch zu rechtfertigen. Es zeigt lediglich, da\u00df das Jubil\u00e4um der Universit\u00e4t nichts mit den Studierenden zu tun hat und haben soll. Die Trib\u00fcnchen sind so angeordnet, da\u00df die ZuschauerInnen den Studierenden genauso den R\u00fccken zuwenden wie die jubilierende Uni-Spitze. Eine \u00dcberspitzung? Mitnichten! Stellvertretend f\u00fcr einige schriftliche und viele m\u00fcndliche Meinungen, die mich heute erreichten, hier ein Auszug aus einer Mail:<\/p>\n<blockquote><p>[&#8230;] Ich sitze in der Bibliothek der Theologie und versuche mich auf wichtige Pr\u00fcfungen vorzubereiten. Leider ist es mir unm\u00f6glich mich zu konzentrieren, da zur Zeit ein sehr lauter, anhaltend st\u00f6render Soundcheck durchgef\u00fchrt wird. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass dieses Jubil\u00e4um, wie auch schon viele andere Dinge, nicht f\u00fcr die Studierenden organisiert wurde. Andernfalls w\u00e4re es nicht genau in den Pr\u00fcfungszeitraum gelegt worden! Ich frage mich, wie wir denn alle zu tats\u00e4chlichen Elitestudierenden werden sollen, wenn uns die M\u00f6glichkeit genommen wird, uns in Ruhe auf unsere jetzt anstehenden Pr\u00fcfungen vorzubereiten?<br \/>\n\u00dcbrigens bin ich beeindruckt von dem tollen Programm, das sicherlich mit viel M\u00fche auf die Beine gestellt wurde. Leider muss ich aber auch mitteilen, dass ich auf Grund des erw\u00e4hnten Pr\u00fcfungszeitraumes keine Zeit haben werde, irgendeinem Programmpunkt beizuwohnen. Genauso geht es allen mir bekannten KomilitonInnen. Des Weiteren ist mir nicht klar, wie das Rektorat es geschafft hat, so viel Geld f\u00fcr die bauliche Aufpolierung unserer Universit\u00e4t zu erhalten, w\u00e4hrend das Budget f\u00fcr die Lehre kontinuierlich gek\u00fcrzt wird und mit der Begr\u00fcndung, es sei kein Geld vorhanden, Studiengeb\u00fchren eingef\u00fchrt wurden. [&#8230;]<\/p><\/blockquote>\n<p>Es bleibt das Gef\u00fchl vom Samstag. Den ganzen Vormittag verbrachten allerlei Exzellenzen beim Jubil\u00e4umsfestakt im Konzerthaus. An Karten daf\u00fcr war praktisch nicht zu kommen. F\u00fcr die wenig begeisterte Schar der Studierenden wurde eine Video\u00fcbertragung in einige gro\u00dfe H\u00f6rs\u00e4le eingerichtet, w\u00e4hrend der Festsaal des Konzerthauses nur etwas mehr als halb gef\u00fcllt war. Entweder war ca. jeder zweite Gast der Einladung nicht gefolgt, oder man hatte die Studierenden von vornherein ausschlie\u00dfen wollen. Beides wirft alles andere als ein gutes Licht auf Jubil\u00e4umsorganisation und Rektorat. <i>&#8222;Es geht hier nicht um die Studierenden, also muss man sie auch nicht einladen.&#8220;<\/i> wird der Festakt in einem bemerkenswerten <a href=\"http:\/\/fudder.de\/index.php?id=163&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5086\" target=\"_blank\">Artikel<\/a> bei fudder.de zusammengefasst. Die f\u00fcnfmin\u00fctige Rede, die man den Studierenden in Form von u-asta Vorstand Hermann J. Schmeh nach Diskussion zugestanden hatte, fand ein ausgesprochen positives Medienecho &#8211; auf der <a href=\"http:\/\/www.pr.uni-freiburg.de\/pm\/2007\/pm.2007-07-09.239\/\" target=\"_blank\">Uni-Homepage zum Festakt<\/a> wird nichteinmal erw\u00e4hnt, da\u00df sie stattgefunden hat. (<strong>Update vom 12. Juli 07, 15:15 Uhr:<\/strong> Inzwischen hat man Hermanns Rede (aufgrund \u00f6ffentlichen Drucks?) dort aufgenommen.) Kritische Beitr\u00e4ge sollen offensichtlich ebenso ausgeblendet werden wie die Hochschulrealit\u00e4t dieser Tage. Stattdessen ergeht man sich in der Selbstbeweihr\u00e4ucherung eigener Visionen und Trugbilder von Elitewahn, Wettbewerbsglorifizierung und Bologna-Irrwegen. EU-Kommissionspr\u00e4sident Jos\u00e9 Manuel Barroso war sich \u00fcbrigens nicht zu schade, als dritter Ausweichkandidat nach Freiburg zu reisen. Papst, Bundespr\u00e4sident und Kanzlerin hatten zuvor abgesagt. Auf den Boden der Tatsachen kam durch die Absagen jedoch niemand zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Niemand? Hermanns Rede blieb nicht der einzige kritische Beitrag zum Jubil\u00e4um, das von einigen nurnoch spitz als J\u00e4ger-l\u00e4um bezeichnet wird. Besonders hervorheben m\u00f6chte ich hier das vor wenigen Tagen unter dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/omnibus.uni-freiburg.de\/~scholzr\/Misere\/Misere-Text.htm\" target=\"_blank\">Die Misere der Freiburger Universit\u00e4t &#8211; Festschrift zum 550j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um<\/a>&#8220; erschienene Pamphlet von Prof. Dr. R\u00fcdiger Scholz, der von 1968 bis 2004 Dozent f\u00fcr Neuere deutsche Literaturgeschichte am Deutschen Seminar der Universit\u00e4t war. Sein Fazit:<\/p>\n<blockquote><p>Die Universit\u00e4t Freiburg ist keine St\u00e4tte der freien Wissenschaft mehr, sondern erniedrigt sich immer mehr zum Zulieferbetrieb f\u00fcr die Industrie. [&#8230;] In der Ausbildung fungiert die Universit\u00e4t nur noch als Fachoberschule, mit Inseln wissenschaftlicher Forschung und Lehre. [&#8230;] Die Selbstverwaltung der Universit\u00e4t ist zur Fremdverwaltung geworden, organisiert in rigiden Hierarchien eines industriellen Gro\u00dfbetriebes. [&#8230;] Die Studierenden sind so stark entmachtet wie in den letzten 30 Jahren, abgedr\u00e4ngt auf ein bisschen Mitgestaltung in sozialen studentischen Belangen und ein wenig Kultur. [&#8230;] Die Universit\u00e4t Freiburg ist heute eine St\u00e4tte strukturkonservativer Macher, autorit\u00e4rer Herrschaft und servilen Duckm\u00e4usertums.<\/p><\/blockquote>\n<p>Einen anderen bemerkenswerten Beitrag lieferte Wolfgang E\u00dfbach, Professor f\u00fcr Kultursoziologie an der Universit\u00e4t Freiburg. Er kritisierte z.B. schon <a href=\"http:\/\/209.85.135.104\/search?q=cache:cEOnXJGmhX8J:www.soziologie.uni-freiburg.de\/essbach\/unireform\/bologna\/V-Planierraupe_Bologna.doc\" target=\"_blank\">2004<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.soziologie.uni-freiburg.de\/Personen\/essbach\/unireform\/bologna\/BZ-februar-2005.html\" target=\"_blank\">2005<\/a> die Verst\u00fcmmelung der Universit\u00e4ten durch den Bologna-Prozess, so auch bei einem Vortrag am sp\u00e4teren Dienstag Nachmittag, der bislang leider keine Medienresonanz hervorrief.<\/p>\n<p>Wir sehen also: &#8222;Wir sind die Uni.&#8220;, das Motto von Studierendenprotesten 2005 und Jubil\u00e4um 2007, ist \u00e4hnlich schwer greifbar wie &#8222;Wir sind Deutschland.&#8220;. Die Studierenden sind nicht das Jubil\u00e4um, aber sie sind die Uni. Die Sponsoren sind vielleicht das Jubil\u00e4um, aber sie sind auf keinen Fall die Uni. Das Rektorat m\u00f6chte lieber mit Sponsoren die Uni sein als mit Studierenden. Diese feiern derweil ihr eigenes Jubil\u00e4um. 30 Jahre mundtot, 30 Jahre ohne Verfasste Studierendenschaft &#8211; und nun auchnoch Studiengeb\u00fchren, mit denen man sich angeblich Mitsprache erkaufen kann. Diese wird aber erstens nicht gew\u00e4hrt und ist zweitens ein Recht, welches nicht erkauft zu werden braucht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image126\" width=\"100%\" src=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/ntwr.jpg\" alt=\"ntwr.jpg\" \/><\/p>\n<p>&#8222;<a href=\"http:\/\/fudder.de\/index.php?id=163&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5116\" target=\"_blank\">No taxation without representation!<\/a>&#8220; steht gro\u00df auf einem Transparent hinter dem KG4, wohin sich die Fachschaft Politik mit ihrem Kaffeeverkauf vor dem oben erw\u00e4hnten Beachvolleyballfeldaufbau gefl\u00fcchtet hatte. In Anlehnung an das Bostoner Original veranstalten sie dort die &#8222;Freiburg Tea Party&#8220; und protestieren auf kreative Weise f\u00fcr die Verfasste Studierendenschaft. Sie sind genauso die Uni wie die Teilnehmer an der Demo unter dem Motto &#8222;Wir haben nichts zu feiern&#8220;, die zum Ende des Festaktes durch die Stadt zog und sich f\u00fcr mehr Mitbestimmung sowie gegen Studiengeb\u00fchren und deren <a href=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/2007\/05\/07\/heizung-lehre\/\" target=\"_blank\">Mi\u00dfbrauch<\/a> lautstark \u00e4u\u00dferte. Vor allem aber sind all jene Studierenden die Uni, die bereits heute, in den letzten Wochen vor Bologna, aufgrund immer weiter steigenden Leistungs- und Pr\u00fcfungsdrucks nichts von den Jubil\u00e4umsveranstaltungen haben au\u00dfer L\u00e4rm und anderen Beeintr\u00e4chtigungen bei Pr\u00fcfungsvorbereitungen und Pr\u00fcfungen.<\/p>\n<p>Es ist schwierig, nun ein Schlu\u00dfwort zu finden, daher zitiere ich nochmals Prof. Scholz:<\/p>\n<blockquote><p>Bleibt keine Hoffnung? Gibt es nichts Positives? \u2013 Doch! Trotz alledem bleibt, wie seit hundert Jahren, durch die Anwesenheit auch von Studentinnen, durch alle Wechsel der Zeiten hindurch, die Universit\u00e4t ein gigantischer Liebes- und Heiratsmarkt, eine St\u00e4tte der gesellschaftlichen Abgrenzung der Studierenden nach unten, der akademischen Inzucht \u2013 ein kaum zu \u00fcbersch\u00e4tzender Stabilisator der bundesdeutschen Klassengesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Es lebe die Freiburger Universit\u00e4t!<\/strong><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben, es ist mittlerweile m\u00fc\u00dfig, die Absurdit\u00e4ten rund um das unrunde Uni-Jubil\u00e4um zu kommentieren. Sie sprechen f\u00fcr sich. Heute aber bekam ich etliche Meinungen dazu mit und noch mehr wurden an mich herangetragen. Also erz\u00e4hle ich einfach mal meine Sicht der Dinge. Bei der WM 2007 geht es um keine Weltmeisterschaft in keiner Ballsportart, sondern &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Wir sind.\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/2007\/07\/12\/wir-sind\/#more-120\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Wir sind.\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=120"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konstantin-goerlich.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}